Ein etwas anderer Präsentations-Workshop auf Mauritius

Seit 3 Jahren unterstützen wir als Strategy Compass EAST. EAST ist eine Non-Profit-Organisation, die sich der Entwicklung der Sektoren Bildung, Gesundheit und Entrepreneurship in Afrika verschrieben hat. Kern ihrer Aktivitäten ist die jährlich stattfindende Konferenz „eLearning Africa“, die Menschen aus ganz Afrika (und darüber hinaus) zusammenbringt, die Dinge bewegen wollen und können. Und während wir als Firma bislang nur gespendet hatten, luden uns die Organisatoren in diesem Jahr ein, aktiv die Konferenz mitzugestalten.
So kam es also, dass ich vor zwei Wochen auf Mauritius war und einen Workshop hielt mit einer spannenden Runde aus Dozenten, Ausbildern, Professoren, Ministerialen, Unternehmern und anderen engagierten Leuten. Die alle wissen wollten, wie sie mit ihren Präsentationen noch mehr erreichen können. Unsere Trainings sind normalerweise eher auf Manager, Fachkräfte oder Berater aus klassischen Unternehmen zugeschnitten, und so hatte ich dieses Mal doch recht viel Aufwand, um tatsächlich relevante Inhalte vorbereiten. Der Workshop hat sich sehr gelohnt, sowohl für die Teilnehmer als auch für mich. Hier in Kürze meine Learnings aus Vorbereitung und Diskussion mit den Teilnehmern:

  1. Alle kämpfen mit denselben Problemen.
    Die Herausforderungen, vor denen man steht, wenn man Präsentationen im Unternehmenskontext erstellt, sind weitgehend dieselben wie in einem Bildungskontext. Und das sieht in Afrika nicht anders aus als in Europa oder den USA.

  2. Relevance is King.
    Egal, für wen ich eine Präsentation erstelle: Wenn mein Inhalt und meine Botschaften nicht zum Interesse, zur aktuellen Situation und zur Lebenswelt meines Publikums passen, laufen sie ins Leere.

  3. Botschaften verstecken sich gerne.
    Es hat sich wieder gezeigt: Das, was man zunächst für die Botschaft seiner Präsentation hält, ist selten das, was wirklich die Botschaft sein sollte, wenn man zu Ende gedacht hat.

  4. Pyramiden sind super.
    Ob ich eine Kernbotschaft mit Argumenten unterfüttere oder Lernziele und Lerninhalte logisch strukturiert herunterbreche, das Prinzip der Pyramide von Barbara Minto leistet wertvolle Dienste. Wobei in Lernsituationen zwar auch die Struktur am Anfang steht, die Antworten jedoch meist erst am Ende folgen.

  5. Designprinzipien sind universell.
    Gutes Foliendesgin lässt sich mit ein paar relativ einfachen Prinzipien von jedem umsetzen. Vielleicht nicht beim ersten Versuch, aber zumindest in der Korrekturschleife. Und es gelten überall auf der (mir bekannten) Welt dieselben Grundprinzipien. 
     

     

Unabhängig vom Workshop war es ein tolles Erlebnis, mit über 700 interessanten Menschen drei Tage lang darüber zu diskutieren, wie Lernen und Technologie die Situation von Menschen in Afrika verändern können. Danke an die Veranstalter für diese beeindruckende Konferenz!

Achim Sztuka